Endverbraucher droht mit Interesse?

09. September 2011 von TauberF

Eigentlich wollte ich mit www.gratis-bad-check.de nur mal sehen, wie sich professionell Bad-Interessenten im Internet einfangen lassen, die keine Billig-Preise suchen, sondern Service vor Ort, vom stationären Handwerksbetrieb. Der allerdings, der Beschreibung auf der Website entsprechend, ebenso professionell in der Beratung vorgeht, wie dort beschrieben. Modern eben, dienstleistungsorientiert, den Kunden nicht als Bittsteller behandelnd.

Dass der Beratungs-Ablauf auf dieser Website im Vorfeld beschrieben ist, dient natürlich der Schaffung von Sicherheit und erstem Vertrauen beim Interessenten. Die Vorgaben sind für einen Handwerker, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, keinesfalls eine hohe Hürde.

Interessenten, die dort anfragen, vermittle ich an meine Kunden, von denen ich durch meine Zusammenarbeit ja genau weiß, dass sie es begriffen haben und den Interessenten perfekt betreuen. Mit denen ich auch eine klare Positionierung erarbeitet habe, so dass der Interessent sich dort auch im weiteren Verlauf zu Recht auf dem gleichen Niveau fühlt wie bei seinem Einstieg auf o.g. Website.

So, aber jetzt kommts: In den Gebieten Deutschlands, in denen ich noch keine eigenen Handwerker-Kunden habe vermittle ich logischerweise an einen beliebigen Betrieb im Einzugsgebiet des anfragenden Bad-Interessenten – und zwar tendentiell an einen Betrieb, der aufgrund Website o.ä. einen einigermaßen modernen Eindruck macht.

Diese Vermittlung ist kostenlos. Der Betrieb bekommt also einen „willigen“ Interessenten, der von sich aus die Initiative ergriffen hat, der sich für echten Handwerker-Service interessiert und jetzt nur noch darauf wartet, einen Bad-Berater ins Haus lassen zu dürfen. Nochmal: Kostenlos für den Handwerker. Dazu geht eine E-Mail mit der Bitte um schnelle Rückantwort, ob der Interessent angenommen wird oder nicht, an den Handwerker.

Für mich unbegreiflich, was dann in 90% aller Fälle nach dieser E-Mail passiert: NICHTS. Keine Reaktion! Nicht mal ein „nein“. Am Anfang dachte ich noch, mein E-Mail Server spinnt, kann ja wohl nicht sein. Aber nein, beim telefonischen Nachfassen sagt man mir „JA, die E-Mail ist da, der Chef ist aber gerade zu beschäftigt“ oder „Wir wollen nicht nach dem Ablauf vorgehen, bei uns muss der Kunde erst mal herkommen“ oder „wir haben momentan genug Aufträge“.

Bevor ich mir hier ein abschließendes Urteil bilde würde ich gerne Ihre Meinungen dazu hören: Was hält einen Handwerker wohl, um Himmels Willen, davon ab, einen auf dem Silbertablett fertig vorbereiteten Interessenten zu übernehmen und zu bearbeiten? Wie einfach muss man es denn noch machen – den fertigen Auftrag vorlegen? Was ist dann noch die Berechtigung für einen Berater/Verkäufer vor Ort (statt Kauf im Internet) in diesen Fällen?

So lange bin ich froh um jeden Interessenten, für den ich einen meiner Kunden regional vor Ort habe. Der freut sich nämlich – zu Recht.

Beste Grüße

Frank Tauber (www.tauber-marketing.de bzw. www.gratis-bad-check.de)


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11 Antworten zu “Endverbraucher droht mit Interesse?”

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  1. Frank Tauber sagt:

    Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich meine Agentur vermarkten will. Wollte ich das nicht, wäre das ja (als Marketing-Agentur) auch paradox. Dass ich Kunden von mir hier in erster Priorität vermittle, zumal das Angebot gratis ist, ist doch klar und kein Geheimnis.

    Die Attribute, die Sie in Bezug auf Handwerker verwenden, habe ich nicht mal im Ansatz verwendet und auch nichts entsprechendes suggeriert. Ich arbeite seit 20 Jahren für das und mit dem Handwerk – wäre ich der Meinung, die Sie unterstellen, hätte ich das nicht “geschafft”.

    Vielen Dank für die Teilnahme hier und die mehreren interessanten Hinweise. Ich würde es gerne dabei belassen und wünsche allseits gute Geschäfte.

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  2. Immer noch verwundert sagt:

    Guten Tag Herr Tauber,

    sie versuchen den Eindruck zu erwecken, so erscheint es mir, also eine persönliche Wertung…, dass der Gratis-Bad-Check aufzeigt, dass die Handwerker zu träge,faul, zu dumm sind, mit einem I-Portal Geschäfte betreiben zu wollen, zu können.
    Das stimmt so nicht, wenn Sie ehrlich wären, würden Sie deutlicher machen, dass Sie lediglich versuchen die Dienste ihrer Agentur zu vermarkten.

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  3. Frank Tauber sagt:

    Ich verstehe den Zusammenhang bzw. Ihr Anliegen nicht: Ich betreibe eine Marketing-Agentur, richtig. Das hatte ich doch hier auch explizit erwähnt, z.B. durch den Hinweis “…Interessenten, die dort anfragen, vermittle ich an meine Kunden, von denen ich durch meine Zusammenarbeit ja genau weiß, dass sie es begriffen haben und den Interessenten perfekt betreuen…”

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  4. Verwunderter sagt:

    Diese Mail erhielten wir vor 4 Tagen, irgendwie anders lautend als vom Marketingexperten Tauber beschrieben….

    Sehr geehrter SHK-Handwerker,

    wir suchen Sie, wenn Sie sich aktuell interessieren für:

    - eine neue Website, speziell für die Bad/Heizungs-Branche – mit Full-Service inklusive Profi-Text, trotzdem top-günstig.

    - geringere Werbekosten durch eine Analyse und Optimierung Ihres Marketings

    - eine ganzheitliche Strategie für Ihre Ausrichtung und Positionierung, für neue und passendere Interessenten und Kunden.

    Erfahren Sie mehr unter http://www.tauber-marketing.de
    oder fordern Sie Ihr persönliches Angebot an – kurze Rückmail genügt.

    Mit den besten Grüßen,
    tauber Marketing & Co.
    http://www.tauber-marketing.de
    service@tauber-marketing.de

    ——

    Hinweis: Dies ist eine einmalige E-Mail, die Sie aufgrund einer Empfehlung aus der SHK-Branche erhalten. Eine Abbestellung ist nicht notwendig, da diese E-Mail nicht wiederholt wird.

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  5. Frank Tauber sagt:

    Naja, jeder tut das, was er kann, ob mit oder ohne schmutzigen Händen.
    Glückwunsch zu Ihrer guten Auftragslage. Sofern das dauerhaft so bleibt und auch morgen noch der Fall ist, auch ohne heutiges Säen/Werbung, ist doch alles bestens.

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  6. Röhricht sagt:

    in unserer ganzen Branche wimmelt es nur noch so von Vermittlern, Planern, Energieberatern und anderen Erscheinungen die sich die Hände nicht mehr schmutzig machen wollen. Im Handwerk zählt Leistung, ich jedenfalls kann mich vor Aufträgen kaum retten. Ohne Werbung und Internet!

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  7. Hallo Herr Tauber, interessanter Versuch. Soweit ich erkannt habe, ist Ihre Adressvermittlung kostenlos, aber der Handwerker soll die Beratung gratis machen. Das ist der Punkt, wo es im Augenblick im Markt gewaltig rumpelt: Eine wirklich professionelle Beratung KANN man NICHT mehr gratis machen. Das ist eine andere Diskussion und führt hier zu weit, erklärt aber, warum die Resonanz der Betriebe so unerfreulich ist.

    Darüber hinaus halte ich es aber generell für schwierig, aus vermittelten Adressen einen Auftrag zu machen. Firma und Kunde müssen zusammen passen. Das funktioniert schon bei Empfehlungen nicht immer. Auch die tollste Firma kommt nicht zum Ziel, wenn die Chemie nicht stimmt.

    Herzliche Grüße
    Ina Säuberlich

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  8. Frank Tauber sagt:

    Vielen Dank für Ihre Hinweise.
    Allerdings muss ich nochmal betonen, dass meine “Vermittlungen” kostenlos waren. Möglicherweise, und das wäre ja menschlich, hat man hier nach einem Haken gesucht (den es nicht gibt, Begründung siehe meine einleitenden Hinweise).

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  9. Peter Ludwig sagt:

    Da hat sich wohl jemand an die falschen Partner gewandt. Einfach mal den Handwerkerring Sachsen ausprobieren.
    Peter Ludwig

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  10. Gerhard Heß sagt:

    dem Beitrag von Frau Dimmig Dersch kann ich nur zustimmen.
    Die Masche der “kostenlosen” Fachberatung und anschließendem “zusammenzimmern” mit gekauften Artikeln aus dem Internet und diversen
    Baumärkten unter Zuhilfenahme von “Freunden und Bekannten” ist offensichtlich sehr weit verbreitet. Und wenn dann alles schief läuft kann man ja immer mit entsprechenden Ausreden noch eine Fachfirma einschalten.
    Die “Kunden auf dem Silbertablett” riechen oft nach faulem Fisch.

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  11. Sehr geehrter Herr Tauber,

    die Aufbereitung solcher Anfragen ist schwierig und das liegt daran,
    dass einfach zuviel schwarze Schafe hier unterwegs sind. Wir selbst haben die Erfahrung mit einer Heizungsplatform in dieser Art gemacht. Da muss man je nach Umfang zwischen 30 und 50.- Euro je Adresse bezahlen, wenn Sie dann bei 10 Kontakten bei 5-6 gesagt bekommen, wir wollten uns nur mal informieren, bei den restlichen nur der billigste Anbieter gefunden werden soll und man eigentlich nur die fachliche Beratung des kompetenten Handwerks haben will und das kostenlos. So
    kann man sich vorstellen, dass dann beim Handwerk Alarmglocken klingeln wenn solche Anfragen kommen. Wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass die einzigen Aufträge die wirklich zustande kamen nur von Kunden erfolgten die eh schon Kunde bei uns waren, nur sehen Sie das vorher leider nicht, die Adresse erhalten Sie erst nach dem sie sich
    verbindlich verpflichtet haben den Beitrag zu bezahlen.

    2. Gerade durch das Internet haben wir die Erfahrung gemacht, dass die besagten Kunden nur die kostenlose Beratung und Planung wollen. Die einzelnen Komponenten bekommt man ja im Internet so billig und einen “Schrauber der das nach Feierabend einbaut” findet man über seinen Bekanntenkreis immer. Neuste Masche, laut einiger Zeitungsartikel und Fernsehartikel ist das ja kein Problem, man kann für 80,– Euro von den Handwerksbetrieben verlangen, dass Sie diese Arbeiten überprüfen und die Richtigkeit der Installation bestätigen soll.
    Mit sträuben sich da die Haare, unter einem fairen Geschäftsgebhren verstehe ich was anderes.

    Ich möchte Ihnen nicht unterstellen, dass Sie genauso vorgehen, aber ein gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer.

    Sicherlich haben hier unseriöse Anbieter wie Kunden viel Erde verbrannt und da muss wieder einiges Vertrauen erarbeitet werden. Das ist nicht so einfach.

    Mit freundlichem Gruß

    Heike Dimmig Dersch

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